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Die fünf absoluten Top Networking-Tipps für Anwälte

By Christina Toth Geposted in - Blog & mandatum meinung & Networking Networking Tipps für Anwälte

 

Okay, zugegeben, die Überschrift ist ein Lockvogel. Sie finden hier nicht wirklich die fünf Top Networking-Tipps für Anwälte. Aber Sie hätten wohl nicht reingeklickt, wenn der Titel lauten würde „Ein Tipp von dem ich glaub, dass er ganz gut ist und mit dem ich schon erfolgreich war.“

Irgendwie verfolgt mich dieses Networking-Thema aber jetzt schon seit längerem und deshalb wollte ich einmal meine Meinung dazu zusammenfassen.

Networking als Lebenseinstellung

„Du bist halt ein Networking-Talent“. Das hab ich in den letzten Wochen recht oft gehört.

Aber was heißt Networking-Talent eigentlich? Irgendwie hat es fast ein bisschen einen negativen Beigeschmack, oder? Das klingt schon ein wenig so, als würde man Kontakte nach opportunistischen Gesichtspunkten aussuchen. So, als würde man Menschen und die Beziehungen zu ihnen nur zum eigenen Vorteil nutzen wollen.

Ja, ich mag Menschen gerne. Ich lerne auch gerne neue Leute und ihre Geschichten kennen. Und ja, ich mag es, Menschen zusammenzubringen, von denen ich meine, dass sie gemeinsame Interessen teilen.

Ist man deshalb ein Networking-Talent?

Nur weil man das macht, was einem schon im Kindergarten beigebracht wurde – schön Grüßen, brav Bitte und Danke sagen und freundlich sein? Das reicht nämlich erstaunlicherweise oft aus, um ins Gespräch zu kommen und in Kontakt zu bleiben.

Networking als Business-Booster

Networking im Berufsleben ist wichtig. Das ist unbestritten.

Zahlreiche Ratgeber wollen ganz genau wissen, wie es funktioniert. Auch auf Twitter wurde ich heute wieder auf die Five networking tips to boost your skills and confidence  aufmerksam gemacht. (Die wissen wohl nicht, dass ich eh schon ein Naturtalent bin…)

Ich beziehe übrigens mittlerweile den Großteil meiner Infos über Twitter . Und nur so nebenbei bemerkt ist Twitter auch eine tolle Networking-Plattform. Ich habe hier jedenfalls schon interessante Kontakte geknüpft.

Aber ich schweife ab.

Die goldenen Tipps aus dem Internet

Das Internet ist also voll mit Anleitungen zum richtigen Netzwerken.

Von den 7 goldenen Regeln über die 10 Gebote bis hin zu den 33 Tipps ist alles zu finden. Große #gamechanger findet man eher selten in diesen Beiträgen. Ein kleiner Auszug:

Halten Sie Visitenkarten bereit.

Setzen Sie sich Ziele.

Halten Sie Augenkontakt.

Stellen Sie sinnvolle Fragen.

Sprechen Sie nicht zu viel über sich selbst.

Mach Sie sich Notizen zu den Gesprächspartnern.

Haken Sie spätestens drei Tage nach dem Kennenlernen nach.

Puh. Das klingt irgendwie alles ein wenig mühsam. Gezwungen. Aufgesetzt. So würde es nicht einmal mir Spaß machen.

Kann man mit so wirklich Kontakte knüpfen? Kontakte vielleicht schon. Beziehungen wohl eher nicht. Meine ich zumindest.

Und überhaupt. Das klingt ja alles so, als wäre das Networking die Erfindung des Jahrhunderts. Dabei schließen sich Menschen schon seit Jahrtausenden zu Gruppen zusammen, vernetzen sich, um Informationen zu teilen, Wissen auszutauschen und Handel zu treiben. Die Phönizier haben es gemacht, genauso wie die Griechen, Katharger und natürlich die Römer. (Meine Infoquelle ist in diesem Fall übrigens Wikipedia).

Wahrscheinlich müssen wir das richtige Netzwerken erst wieder lernen. Seitdem wir täglich stundenlang vorm PC verbringen, gebückt mit dem Smartphone durch die Straßen laufen oder zu Hause in den Fernseher starren brauchen wir wohl jemanden, der uns daran erinnert Augenkontakt zu halten.

Echtes Interesse und Vertrauen

Aber wie macht man es nun wirklich richtig? Schon klar, es ist nicht jedermanns Sache mit fremden Menschen Small Talk zu führen, Kontakt aufzunehmen und diesen dann auch konsequent zu halten. Für diese Menschen kann eine Art Leitfaden durchaus ein erster Schritt sein.

Am Ende ist aber nur derjenige wirklich erfolgreich, der ein ehrliches Interesse am Gegenüber hat und authentisch ist. Sehr schnell sind diejenigen entlarvt, die ihre Kontaktpflege nach einem Schema F ablaufen lassen.

Und langfristige Beziehungen – auch die beruflichen – basieren sowieso auf Vertrauen. Es ist dann meist sinnvoller, die bestehenden Kontakte regelmäßig zu pflegen, als immer nach neuen, oberflächlichen Ausschau zu halten.

Sprich mit zwei Leuten, die du nicht kennst

Zuletzt jetzt aber doch noch ein handfester Tipp, der mir jedenfalls schon zu einem vielversprechenden Businesskontakt verholfen hat.

Letztens war ich bei einer Veranstaltung von Digitalista. Das ist ein Verein, der es sich zur Aufgabe gemacht hat Frauen in der Digital-Branche zu fördern. Networking steht da bei den Events ganz oben.

Trotzdem heftet man sich bei solchen Veranstaltungen am liebsten an die Fersen der Leute, die man schon kennt. Das kennt man doch, oder? Und das ist auch nichts Schlechtes. Aber die Moderatorin des Abends meinte am Ende des offiziellen Programms: „Netzwerken nicht vergessen! Also sprecht mit mindestens zwei Leuten, die ihr noch nicht kennt.“

Wie einfach! Ich habe mir das jedenfalls gleich zu Herzen genommen. Und siehe da – ich habe eine beeindruckende Kollegin kennengelernt, mit der ich noch am gleichen Abend beschlossen habe, ein gemeinsames Projekt zu starten (Infos dazu folgen!).

Nachhaltiges Networking 

So einfach geht es natürlich nicht immer. Es ist ehrlich gesagt wohl eher der Ausnahmefall, dass man gleich bei der ersten Gelegenheit auf jemanden trifft, mit dem man beruflich gemeinsame Sache macht.

Aber mit Menschen zu sprechen erhöht definitiv die Chance, dass es dazu kommt. Wenn man mit Menschen spricht, die die eigenen Interessen teilen, wird’s umso wahrscheinlicher. Und wenn man dann obendrauf nicht nur auf seinen eigenen Vorteil bedacht ist – dann klappts auch nachhaltig mit dem Networking.

Law meets…

Achso, und weil ich ja so gerne netzwerke, noch ein kleiner Teaser in eigener Sache – bald gibt es eine interessante Veranstaltung für Anwälte und Co. Und Sportsfreunde. Netzwerken erlaubt, ja sogar erwünscht. Interesse? Dann bitte gleich für den Newsletter anmelden, wir halten gerne am Laufenden!

(1) awesome folk have had something to say...

  • […] Was mich wieder zum gestrigen Abend bringt. War jedenfalls eine sehr nette Gelegenheit, um mit ehemaligen Kollegen zu plaudern. Also wenn man so will, zu netzwerken. Aber das ist wieder eine andere Geschichte. […]

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